Wichtige Änderung bei Amazon-Wishlists – Update 2026

Wichtige Änderung bei Amazon-Wishlists – Update 2026

Amazon hat die Bedingungen für öffentliche und geteilte Wishlists geändert. Diese Änderung hat besonders starke Auswirkungen auf Content Creator, die ihre Wishlist-Adresse bisher gezielt zum Schutz ihrer Privatsphäre genutzt haben.

Kurzfassung: Ab dem 25. März 2026 kann bei Käufen über Amazon-Wishlists deine private Lieferadresse an Drittanbieter und ggf. auch an Käufer über die Sendungsverfolgung sichtbar werden, ohne dass du das technisch verhindern kannst.

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Was hat Amazon konkret geändert?

 Bisher war es möglich Käufe über Drittanbieter bei Wishlists auszuschließen. Unter anderem konnte man auf diese Weise seine private Adresse schützen. Amazon entfernt jetzt diese Option.

Das bedeutet konkret:

  • Artikel auf deiner Wishlist können künftig auch über Drittanbieter gekauft werden, wodurch Deine Privatadresse/Lieferadresse an Verkäufer und Versanddienstleister weitergegeben wird.
  • Über Versand- und Trackinginformationen kann deine Adresse während der Zustellung für den Käufer sichtbar werden.
  • Es gibt keine Möglichkeit mehr Drittanbieter auszuschließen.

Amazon selbst empfiehlt in der versandten Mail ausdrücklich, bei öffentlich geteilten Wishlists keine private Wohnadresse mehr zu hinterlegen.

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🚨

Warum wir das für ein ernstes Problem halten

  • Viele Content Creator nutzen Wishlists, um von der Community Unterstützung oder Geschenke erhalten zu können.
  • Privatadressen sind ein häufiges Ziel von Doxing, Essensraids und Swattings.

Problematisch: Diese signifikante Änderung wurde von Amazon nur per E-Mail kommuniziert. Viele Content Creator haben diese Mail wahrscheinlich nicht gesehen, nur grob überflogen oder die Tragweite nicht richtig eingeschätzt, da man bislang auch nicht von Hate-Raids betroffen war. Deshalb ist es wichtig, dieses Thema ausführlich zu behandeln und auf die Risiken hinzuweisen.

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Was du jetzt tun solltest

 

  1. Lieferadresse ändern/löschen

Wenn du deine Amazon-Wishlist weiter nutzen möchtest, entferne umgehend deine private Wohnadresse.

Mögliche Alternativen zur Adresse:

  • Packstation
  • Paketshop
  • Eine Lieferadresse außerhalb deines direkten Wohnumfelds (z. B. Nachbarstadt)
  1. Wishlists überarbeiten

Prüfe alle bestehenden Wishlists und passe die Lieferadresse für jede öffentlich geteilte Liste an.

  1. Alternative Plattformen nutzen

Falls die oben genannten Optionen für dich nicht umsetzbar sind, empfehlen wir alternative Plattformen für Geschenke/Wishlisten in Betracht zu ziehen:

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Alternative Plattform: Throne

 Throne funktioniert ähnlich wie Amazon vor der Umstellung und schützt deine Adresse, indem Geschenke über den Dienst selbst verwaltet werden.
Wichtig für die Community: Throne ist für den Schenkenden kostenpflichtig. Und da liegt auch schon das größte Problem dieser Alternative und kann die Bereitschaft zur Unterstützung beeinflussen. Wir möchten Throne trotzdem erwähnen, weil die Plattform derzeit eine der wenigen Optionen ist, die in Bezug auf Adressschutz vergleichbar ist und auch ebenso komfortabel funktioniert.

Wie funktioniert die Kostenstruktur bei Throne?

Je nach Art des Artikels und Abwicklung können folgende Gebühren anfallen:

  • Zahlungsbearbeitungsgebühren (z. B. ca. 2,9 % + Fixbetrag pro Transaktion).
  • Zusätzliche Servicegebühren von mehreren Prozent.
  • weitere Aufschläge bei Währungsumrechnung.

In bestimmten Fällen können sich zusätzliche Gebühren auf über 10 % des Warenwerts summieren und werden oft erst im Checkout vollständig angezeigt.

 

Unsere Einschätzung

 Pro: Throne bietet zukünftig im Vergleich zu Amazon mehr Schutz im Bereich Anonymität.

Contra: Die Community muss mit teilweise hohen, zusätzlichen Kosten rechnen.

Fazit: Solltet ihr euch für Throne entscheiden, empfehlen wir der Community transparent zu kommunizieren, dass beim Kauf zusätzliche Gebühren anfallen.

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Alternative Plattform: YouPay

Eine weitere Möglichkeit zu Amazon ist YouPay.
Die Plattform ist auf Content Creator ausgerichtet und legt, ebenso wie Throne, den Fokus auf den Schutz persönlicher Daten.

Die private Lieferadresse wird ebenfalls nicht an Schenkende weitergegeben und die Abwicklung erfolgt auch in diesem Fall über die Plattform selbst.

 

Wie funktioniert die Kostenstruktur bei YouPay?

Für Content Creator ist die Nutzung kostenfrei.
Es fallen keine monatlichen Gebühren oder prozentualen Abzüge vom Geschenkwert an.

Allerdings entstehen auch hier beim Kauf eines Geschenks zusätzliche Gebühren für die schenkende Person.

YouPay erhebt eine sogenannte „Gifting Fee“, die:

  • Transaktionskosten
  • Zahlungsabwicklung
  • sowie Sicherheits- und Betrugspräventionsmaßnahmen

abdeckt.

Je nach Zahlungsart und Geschenk variieren die zusätzlichen Gebühren bei jedem Kauf und werden auch erst wieder bei Checkout ersichtlich.

 

Unsere Einschätzung

 Pro: YouPay bietet im Vergleich zu Amazon derzeit einen besseren Schutz der Privatadresse.

Contra: Die Community muss mit zusätzlichen Kosten rechnen, die erst spät ersichtlich werden.

Fazit: Solltet ihr euch für YouPay entscheiden, empfehlen wir der Community transparent zu kommunizieren, dass beim Kauf zusätzliche Gebühren anfallen.

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🔎 Weitere Möglichkeiten / Alternativen

Neben Amazon, Throne oder YouPay gibt es natürlich noch weitere Anbieter, die ähnlich aufgebaut sind oder zumindest eine Art Wishlist-Funktionen anbieten.

Nachteil bei fast allen ist allerdings, dass eine geschützte Abwicklung über die eigene Plattform meist jedoch mit teilweise hohen Gebühren für die Community einhergeht.

Andere Dienste haben keine Wishlist-Funktion, sondern bieten lediglich die Möglichkeit Produkte in einer Übersicht zu sammeln und zu verlinken. Der Kauf findet dann direkt im jeweiligen Onlineshop statt. Doch auch bei diesen Diensten sollte immer genau geprüft werden, ob die private Adresse hinterlegt oder bei Lieferung angezeigt wird.

Darüber hinaus existieren Modelle, bei denen nicht klassisch Produkte/Geschenke verschickt werden, sondern mit Gutscheinen, Paykarten oder Spenden gearbeitet wird. Vorteil ist bei dieser Variante, dass keine Lieferadresse benötigt wird.

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Individuelle Lösungen (DIY)

 Einige Content Creator nutzen selbst erstellte Wunschlisten über:

  • Google Sheets
  • Notion
  • Airtable
  • Pinterest

Wichtig ist jedoch:
Sobald physische Produkte verschickt werden sollen, benötigt ihr trotzdem eine separate Lieferadresse (z. B. Postfach, Paketdienstleister oder externe Annahmestelle).

Diese Lösungen sind sehr viel weniger komfortabel, erfordern dauerhafte Pflege und haben keine Funktion, bei der die Geschenke automatisch verschickt werden, sind aber auf jeden Fall eine sehr sichere und für alle Seiten kostenlose Variante.

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Neben alternativen Plattformen gibt es noch weitere Möglichkeiten

 

Alternative zur Packstation: Externe Adress- und Büroservices

Neben Packstationen oder Paketshops könnt ihr auch einen externen Büroservice mit physischer Annahmestelle nutzen.

Viele Managements / Anbieter stellen eine ladungsfähige Geschäftsadresse oder Büroanschrift zur Verfügung und übernehmen:

  • Die Annahme von Paketen.
  • Die Annahme von Briefen.
  • Sowie die Weiterleitung an euch.

Auf diese Weise könnt ihr ebenfalls eure Privatadresse schützen und trotzdem Geschenke erhalten.

Wichtig:
Unsere Empfehlung bezieht sich in diesem Fall ausschließlich auf die physische Paket- und Briefannahme als Schutzmaßnahme für eure Wohnadresse.

Dies ist ausdrücklich keine rechtliche Empfehlung im Hinblick auf Impressumsangaben, da hier andere gesetzliche Anforderungen gelten können.

 

Kosten und Umfang

Im Gegensatz zu einer Packstation sind solche Services in den meisten Fällen kostenpflichtig.

Die Preise variieren je nach Anbieter und gebuchtem Leistungsumfang, zum Beispiel abhängig von:

  • Monatlicher Grundgebühr.
  • Anzahl der angenommenen Sendungen.
  • Scan- oder Benachrichtigungsfunktion.

Je nach Modell und Anbieter können monatliche Kosten im mittleren zweistelligen Bereich entstehen.

 

Unsere Einschätzung

Für Content Creator kann ein solcher Service eine sinnvolle Alternative zur Packstation oder anderen Plattformen sein. Besonders wenn regelmäßig Geschenke verschickt werden.

Die Kosten tragt ihr in diesem Fall selbst. Daher informiert euch vorab genau über Kostenstruktur, Vertragsbedingungen, Laufzeiten und Leistungsumfang.

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Unser Fazit

Wenn ihr öffentlich sichtbar seid und/oder bereits Erfahrungen mit Bedrohungen gemacht habt, lautet unsere klare Empfehlung:

  • Wohnadresse und Lieferadresse konsequent trennen.
  • Komfort nicht über Sicherheit stellen.
  • Regelmäßig prüfen, welche Daten über euch technisch sichtbar werden könnten.

Nicht jede Plattform ist sicher in der Nutzung.
Überlegt genau welche Plattform oder Alternative für euch in Frage kommt und informiert eure Community transparent, wenn bei bestimmten Anbietern zusätzliche Kosten entstehen.

 

Dieses Update dient der Aufklärung und Prävention.

Bitte triff eine bewusste Entscheidung zu deinem Schutz. Falls Wishlisten in Zukunft für dich aus Datenschutz- und/oder Kostengründen nicht mehr in Frage kommen sollten, dann ist das vollkommen in Ordnung und der einzig richtige Schritt für deine Sicherheit.

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TeamKompass e.V. Discord Server

Ein wichtiger Hinweis an dieser Stelle: wir verdienen mit solchen Hilfestellungen keinen Cent! Sämtliche Services, Tutorials innerhalb des Sicherheitsbereichs auf der Homepage sind kostenlos für jeden nutzbar. Kostenlos sind ebenso Beratungsgespräche zu Sicherheitsthemen, Hate-Raids, Impressumsdiensten usw.
Unser Engagement ist eine rein ehrenamtliche, kostenlose Tätigkeit für Streamer! Wir schreiben jede Anleitung, jeden Text selbst, testen die vorgeschlagenen Programme und Tools und stellen anschließend diese Anleitungen und Tipps unentgeltlich zur Verfügung.
Cheers! TeamKompass

Essensraids – hatefree unterstützt!

Essensraids – hatefree unterstützt!

Rechtsberatung / Klageverfahren bei Essensraids – hatefree unterstützt

Viele Streamer sind von ihnen betroffen: Essensraids durch Lieferando.
Dieses komplexe Thema beschäftigt uns mittlerweile seit über einem halben Jahr.

In enger Zusammenarbeit mit unserem Partner hatefree möchten wir den Betroffenen eine Möglichkeit bieten, zivilrechtlich gegen Lieferando vorzugehen.

Das Kostenrisiko wird von hatefree folgendermaßen eingeschätzt:

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Außergerichtliches Verfahren

  • Die Kosten für eine außergerichtliche Tätigkeit liegen vorraussichtlich bei 540,50€.

Im Falle einer erfolgreichen Einigung würden die Kosten für die rechtliche Durchsetzung von Lieferando übernommen werden, jedoch kann keine Erfolgsgarantie gegeben werden.

Falls keine Einigung im Rahmen dieses Verfahrens erzielt wird, wären die entstandenen Gebühren von Euch selbst zu tragen.

Sollte keine außergerichtliche Lösung gefunden werden, besteht die Möglichkeit, in Ruhe zu überlegen, ob man gerichtlich gegen Lieferando vorgehen möchte.

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Privates Klageverfahren

  • Die Kosten für das private Klageverfahren in der ersten Instanz liegen insgesamt (ohne Reise- oder Beweiskosten etc.) vorraussichtlich bei 2.517,90€.

Da das Kostrisiko jeweils individuell für den konkreten Fall zu bestimmen ist, kann das Risiko von den vorstehenden Beträgen abweichen.

Auch bei einer zivilen Privatklage gilt wie oben beschrieben: Im Falle einer erfolgreichen Einigung würden die Kosten für die rechtliche Durchsetzung von Lieferando übernommen werden, jedoch kann keine Erfolgsgarantie gegeben werden.

Info: Die oben aufgezeigten Gebühren einer Rechtsdurchsetzung sind gesetzlich geregelt (RVG) und richten sich nach dem Gegenstands- bzw. Streitwert.

Wir lassen Euch mit diesem komplizierten Prozess und den Gesprächen natürlich nicht alleine. Gerne nehmen wir zusammen den Kontakt zu hatefree auf, begleiten Euch zu den Gesprächen und unterstützen, so gut es uns möglich ist.

Falls Ihr Fragen zum Vorgehen oder zur Strategie habt, einen Termin mit hatefree vereinbaren möchtet oder zusätzliche Informationen benötigt, zögert bitte nicht, uns jederzeit anzusprechen.

Part 3 Melderegisterauskunft & Löschung übermittelter Daten

Part 3 Melderegisterauskunft & Löschung übermittelter Daten

Melderegisterauskunft & Löschung übermittelter Daten

Da das Thema rund um die Melderegisterauskunft recht umfangreich ist, splitten wir den Beitrag in 3 Teile. So behaltet Ihr den Überblick und könnt besser nachvollziehen, welche Schritte notwendig sind, um Euch abzusichern:

Schritt 1: Melderegisterauskunft & Auskunftssperre
Schritt 2: Melderegisterauskunft & Übermittlungssperre
Schritt 3: Melderegisterauskunft & Löschung übermittelter Daten

Melderegisterauskunft Schritt 3 – Leichtes Spiel für Hate-Raider!

 

In den ersten zwei Schritten haben wir Euch über die Melderegisterauskunft, die Auskunftssperre und die Übermittlungssperre informiert.
In diesem Beitrag geht es darum, die bereits übermittelten Daten bei den entsprechenden Stellen löschen zu lassen und wie diese Löschung zu erfolgen hat.

Eine kleine Warnung vorweg: Die Löschung der Daten, die bereits übermittelt wurden, ist aufwendig und kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Der Vollständigkeit halber müssen wir darauf hinweisen, dass ohne die folgenden Schritte kein 100% Datenschutz erreicht werden kann.
Natürlich ist es am Ende Euch selbst überlassen, ob Ihr „nur” die Auskunftssperre und die Übermittlungssperre einrichten lasst. Damit habt Ihr schon eine Menge für Eure Sicherheit getan und erschwert es den Hate-Raidern deutlich, an Eure privaten Daten zu gelangen.

Für die Datenlöschung sind mehrere Schritte notwendig, die wir im Folgenden auflisten:

Melderegisterauskunft & Löschung übermittelter Daten 2

Schritt 1:

Bevor Daten gelöscht werden können, muss vorab geklärt sein, wohin diese übermittelt wurden. Zu diesem Zweck müsst Ihr selbst eine Übermittlungsauskunft über Eure eigenen Daten und deren Weitergabe einholen.

In Eurer Übermittlungsauskunft kann für folgende Stellen eine Rückmeldung enthalten sein:

– Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr
– Öffentlich-rechtliche Religionsgesellschaften
– Parteien, Wählergruppen und anderen im Zusammenhang mit Wahlen und Abstimmungen
– Mandatsträgern, Presse oder Rundfunk im Zuge von Alters- oder Ehejubiläen
– Adressbuchverlage

Achtet darauf, dass eindeutige Namen und/oder Adressen in der Rückmeldung gelistet sind, damit Ihr wisst, mit wem Ihr Kontakt aufnehmen müsst.

Melderegisterauskunft & Löschung übermittelter Daten 3

Schritt 2:

Habt Ihr die Rückmeldung vorliegen, fragt Ihr im nächsten Schritt bei jeder Stelle die von Euch gespeicherten Daten einzeln an.
Wurden beispielsweise der Kirchengemeinde XY Eure Daten übermittelt, fordert Ihr Kirchengemeinde XY auf, Euch einen Auszug der von Euch gespeicherten Daten zur Verfügung zu stellen. Ihr könnt zur Verdeutlichung Artikel 15 DSGVO angeben.

Einen entsprechenden Textvorschlag stellen wir gerne zur Verfügung. Ihr könnt das Schreiben jederzeit entsprechend Euren Bedürfnissen anpassen.

Formular 1 einfach rauskopieren:

Max Mustermann Datum
Musterstraße 1
12345 Musterhausen

Name / Anschrift Firma
Ansprechpartner etc.

Anfrage bzgl. Auskunft gemäß Art. 15 DSGVO

Guten Tag,
ich bitte hiermit um Auskunft gemäß Art. 15 DSGVO. Bitte bestätigen Sie mir, ob Sie mich betreffende personenbezogene Daten verarbeiten.

Falls dem so sein sollte, stellen Sie mir bitte im Sinne des Art. 15 Abs. 3 DSGVO eine Kopie sämtlicher personenbezogener Daten, die Sie zu meiner Person verarbeiten, einschließlich eventueller mich betreffender pseudonymisierter Daten im Sinne des Art. 4 Nr. 5 DSGVO, zur Verfügung.

Die Auskunft ist nach Art. 12 Abs. 3 DSGVO unverzüglich, in jedem Fall aber innerhalb eines Monats nach Eingang der Anfrage zu erteilen. Sie hat nach Art. 15 Abs. 3 DSGVO kostenlos zu erfolgen.
Zur Identifikation meiner Person habe ich folgende Daten beigefügt:
{Deine Daten zur Identifikation einfügen. Das sind häufig Angaben wie Dein Name, Dein Geburtsdatum, Deine Adresse, Deine E-Mail-Adresse usw.}

Sollten Sie meinem Antrag nicht innerhalb der genannten Frist nachkommen, behalte ich mir vor, rechtliche Schritte gegen Sie einzuleiten und Beschwerde bei der zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde einzureichen.

Schon im Voraus vielen Dank für Ihre Mühe.

Mit freundlichen Grüßen
[Unterschrift Absender]

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Schritt 3:

Auf Basis der Daten, die Ihr von den einzelnen Stellen zurückerhaltet, könnt Ihr Euch im Anschluss dann auf die Löschung genau dieser beziehen.

Wir können nicht garantieren, dass eine Aufforderung zur Löschung direkt beim ersten Versuch erfolgreich ist und nicht ggf. eine Nachfrage oder ein Widerspruch gegen die Löschung erfolgt, und Ihr Euch unter Umständen mit einer der Kontaktpersonen mehrfach auseinandersetzen müsst. Bedenkt jedoch, dass Ihr ein gesetzlich festgelegtes Recht nach Art. 17 DSGVO auf Löschung der Daten habt und dieses einfordern könnt. Wendet Euch bei Problemen, dieses Recht durchzusetzen oder einer Weigerung, Euer Anliegen zu bearbeiten, an den zuständigen Datenschutzbeauftragten Eures Bundeslandes.
Unter Umständen genügt bereits die Ankündigung, dass Ihr den Fall an den Datenschutzbeauftragten weitergeben werdet, damit die angesprochene Stelle positiv reagiert und der Aufforderung der Datenlöschung schlussendlich nachkommt.

Ihr könnt gerne den nachfolgenden Textvorschlag für die Aufforderung zur Löschung nutzen oder einen eigenen Text entwerfen.

Formular 2 einfach rauskopieren:

Max Mustermann
Musterstraße 12
12345 Musterhausen

[Anschrift Unternehmen/Anbieter]

Widerruf der Einwilligung (Art. 7, Abs. 3 DSGVO) & Löschung meiner personenbezogenen Daten (Art. 17 DSGVO)
Kennziffer (z. B. Mitgliedsnummer, die die Zuordnung ermöglicht, falls vorhanden)

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich widerrufe mit diesem Schreiben meine Einwilligung in die Verarbeitung meiner personenbezogenen Daten. Ich fordere Sie darüber hinaus auf, die von Ihnen zu meiner Person gespeicherten personenbezogenen Daten zu löschen und mir anschließend die Löschung unverzüglich, jedoch spätestens innerhalb von 4 Wochen, zu bestätigen.

Einer zukünftigen Übermittlung meiner Daten habe ich per Übermittlungssperre bei der zuständigen Meldebehörde bereits widersprochen.

Sollten Gründe gegen die Löschung meiner personenbezogenen Daten sprechen, bitte ich um Angabe der jeweiligen gesetzlichen Grundlage ebenfalls innerhalb der nächsten 4 Wochen.

Sollten Sie meiner Aufforderung in dem oben genannten Zeitraum nicht nachkommen, werde ich mich mit diesem Anliegen an den zuständigen Datenschutzbeauftragten unverzüglich nach Ablauf der Frist wenden.

Mit freundlichen Grüßen
[Unterschrift Absender]

Nach Abschluss dieser Schritte sollten sämtliche persönlichen Daten von Euch gelöscht und eine Abfrage durch Dritte über diese Wege nicht mehr möglich sein.

Part 2 Melderegisterauskunft & Übermittlungssperre

Part 2 Melderegisterauskunft & Übermittlungssperre

Melderegisterauskunft & Übermittlungssperre

Da das Thema rund um die Melderegisterauskunft recht umfangreich ist, splitten wir den Beitrag in 3 Teile. So behaltet Ihr den Überblick und könnt besser nachvollziehen, welche Schritte notwendig sind, um Euch abzusichern:

Schritt 1: Melderegisterauskunft & Auskunftssperre
Schritt 2: Melderegisterauskunft & Übermittlungssperre
Schritt 3: Melderegisterauskunft & Löschung übermittelter Daten

Melderegisterauskunft Schritt 2 – Leichtes Spiel für Hate-Raider!

 

In Schritt 1 haben wir darüber informiert, worum es sich bei der Melderegisterauskunft handelt und wie eine Auskunftssperre beantragt werden kann.

Mit diesem Beitrag möchten wir Euch auf die Übermittlungssperre aufmerksam machen, verdeutlichen, was mit Euren Daten bei der Meldebehörde passiert und wie Ihr eine Übermittlung dieser Daten vermeiden könnt.

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Wohin werden meine Daten übermittelt?

Die Meldebehörde kann, ohne eine entsprechend eingerichtete Übermittlungssperre, von sämtlichen, eingetragenen Personen Daten an verschiedene Stellen weitergeben.
Jeder Einwohner hat laut Meldegesetz das Recht der Datenweitergabe an folgende Stellen zu widersprechen:

– Widerspruch gegen die Übermittlung von Daten an das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr. Dieser Widerspruch ist nur sinnvoll, wenn er mindestens 1 Jahr vor Vollendung der Volljährigkeit gestellt wird. Da die Zulieferung der Daten jährlich zum 31. März erfolgt, muss der Antrag vor diesem Zeitraum gestellt und bewilligt werden.

 

  • Widerspruch der Übermittlung von Daten an öffentlich-rechtliche Religionsgemeinschaften.

 

  • Widerspruch gegen die Übermittlung von Daten an Parteien, Wählergruppen und andere Stellen im Zusammenhang mit Wahlen und Abstimmungen.

 

  • Widerspruch gegen die Übermittlung von Daten aus Anlass von Alters- und Ehejubiläen an Mandatsträger, Presse oder Rundfunk.

 

  • Widerspruch gegen die Übermittlung von Daten an Adressbuchverlage. Gesetzlich festgelegt (§50 BMG) darf die Übermittlung nur an Adressenverzeichnisse in Buchform erfolgen.

 

Weitergeleitet werden jeweils folgende Informationen:
Familienname
Vornamen
Doktorgrad
Anschrift

Jubiläumsdaten wie hohe Geburtstage, Ehejubiläen (ohne Angabe des Geburtsdatums)

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Warum ist die Übermittlungssperre wichtig?

Durch die Übermittlung Eurer Daten an die oben genannten Stellen durch die Meldebehörden können private Daten wie Eure Adresse ebenfalls eingesehen, abgefragt und durch Dritte missbraucht werden. Daher ist es sehr wichtig, im Zuge der Auskunftssperre auch eine entsprechende Übermittlungssperre einrichten zu lassen. Um Euch so gut wie möglich vor Hate-Raidern schützen zu können, funktionieren diese zwei Sperren nur in Kombination.

Die Beantragung der Übermittlungssperre kann von Bundesland zu Bundesland und auch den einzelnen Meldebehörden unterschiedlich vorgeschrieben sein (online, per Vordruck, persönlich etc.).
Bitte beachtet, dass die Übermittlungssperre nur für die Stadt gilt, bei der diese beantragt wurde. Habt Ihr noch weitere Wohnsitze in anderen Städten, müsst Ihr die Übermittlungssperre auch jeweils bei der entsprechenden Meldebehörde zusätzlich beantragen.

Eine eingetragene Übermittlungssperre ist nicht an jährliche Fristen gebunden wie die Melderegisterauskunft. Sie ist so lange gültig, bis sie von Euch widerrufen wird.

Wir möchten abschließend darauf hinweisen, dass wir nur Tipps und Hilfestellungen zur Einrichtung solcher Sperren geben können. Wir können nicht garantieren, dass jeder Antrag ohne Probleme oder generell bewilligt wird.

 

Habt Ihr die Übermittlungssperre erfolgreich beantragt, geht es weiter mit Schritt 3: Melderegisterauskunft & Löschung übermittelter Daten

Part 1 Melderegisterauskunft & Auskunftssperre

Part 1 Melderegisterauskunft & Auskunftssperre

Melderegisterauskunft & Auskunftssperre 

Da das Thema rund um die Melderegisterauskunft recht umfangreich ist, splitten wir den Beitrag in 3 Teile. So behaltet Ihr den Überblick und könnt besser nachvollziehen, welche Schritte notwendig sind, um Euch abzusichern:

Schritt 1: Melderegisterauskunft & Auskunftssperre
Schritt 2: Melderegisterauskunft & Übermittlungssperre
Schritt 3: Melderegisterauskunft & Löschung übermittelter Daten

Melderegisterauskunft Schritt 1 – Leichtes Spiel für Hate-Raider!

 

Einige Streamer sind in der letzten Zeit auf uns zugekommen und haben folgende Frage gestellt: „Woher kennen die Hate-Raider meine (neue) Adresse, obwohl ich diese nie öffentlich gemacht habe?”

Auf diese Frage haben wir jetzt eine einfache Antwort: Über die einfache Melderegisterauskunft (§44 BMG)!

JEDER kann über die zuständige Meldebehörde Eure persönlichen Daten anfordern, wenn folgende Informationen über Euch vorliegen:

– Familienname und Vorname(n)

sowie zusätzlich mindestens eine dieser beiden Angaben:

– Geburtsdatum oder
– Letzte bekannte Anschrift im Inland (Straße, Hausnummer und Ort).

Wir haben festgestellt, dass die oben genannten Angaben je nach zuständiger Meldebehörde anders ausfallen können:

– Bei manchen reicht die Angabe irgendeiner vorherigen Adresse, bei manchen muss es zwingend die letzte Adresse sein.
– Eine Meldebehörde verlangt drei Angaben zur Person, um diese einwandfrei identifizieren zu können, während andere mit nur zwei Angaben Auskunft geben können.
– Teilweise wird sogar die (persönliche) Vorlage eines Ausweises verlangt.
– In den meisten Fällen wird eine Gebühr zwischen 5 und 20 Euro erhoben.

Die Bearbeitungszeit liegt zwischen wenigen Tagen und 3 Monaten.

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Welche Art von persönlichen Daten erhält man über die Meldeauskunft?

Die einfache Auskunft aus dem Melderegister (nach §44 BMG) beinhaltet folgende Daten:

1. Familienname
2. Vornamen
3. Doktorgrad
4. Derzeitige Anschriften
5. Sofern die Person verstorben ist, diese Tatsache.

Es gibt auch eine erweiterte Melderegisterauskunft, die noch einiges mehr an persönlichen Daten enthält. Diese kann aber nur bei einem Nachweis über ein berechtigtes Interesse ausgestellt werden. Ein berechtigtes Interesse kann z.B. eine Bonitätsprüfung oder Prüfung der Kreditwürdigkeit sein.

Wie man sieht, ist es leider relativ einfach, an Eure aktuellen Adressdaten zu kommen. Aber wir haben eine Lösung für dieses Problem!

Melderegisterauskunft & Auskunftssperre 3

§51 Bundesmeldegesetz (BMG) – Auskunftssperren

Um einen Abruf Eurer persönlichen Daten, wie Adresse und Co. zu vermeiden, ist es möglich, eine sogenannte „Auskunftssperre” bei der Meldebehörde zu hinterlegen.
Das bedeutet, dass jeder, der Eure Adressauskunft bei aktiver Sperre über Euch einholen möchte, automatisch eine negative Antwort auf diese Anfrage erhält.
Fragt nun beispielsweise eine dritte Person nach erfolgreicher Einrichtung der Sperre Eure Daten an, erhält diese Person keine Auskunft und auch keinen Hinweis darauf, dass die Adresse gesperrt wurde. Es wird lediglich eine neutrale, negative Auskunft erteilt, dass keine Daten vorliegen.
Zusätzlich werdet Ihr in diesem Fall über den versuchten Datenabruf informiert.

Eine solche Sperre ist natürlich an gewisse Voraussetzungen gebunden:

Es muss glaubhaft versichert werden, dass die Melderegisterauskunft durch Dritte eine Gefahr für Leben, Gesundheit oder persönliche Freiheit darstellt, und beinhaltet den Schutz vor Beleidigung, Bedrohung usw. Den genauen und ausführlichen Wortlaut des §51 BMG könnt Ihr nochmals im Gesetzestext nachlesen.

Liegt mindestens einer der genannten Gründe vor, muss eine entsprechende Sperre hinterlegt werden.
Eine solche Sperre ist derzeit gesetzlich auf 2 Jahre befristet. Wir haben festgestellt, dass die Dauer der Sperre von Bundesland zu Bundesland variieren kann. Soll die Sperre verlängert werden, müsst Ihr rechtzeitig eine Verlängerung beantragen (die Vorlaufzeit ist auch in diesem Fall je nach Meldebehörde unterschiedlich). Die Aufhebung einer Sperre muss Euch schriftlich mitgeteilt werden.

 

Seid Ihr also schon einmal Opfer der Hate-Raider geworden und habt einige Beweise gesichert wie:

– Quittungen der Lieferanten von Essensraids
– Screenshots aus dem Twitch-Chat des Angriffs
– Screenshots aus Eurem Discord Server (falls betroffen)
– Ihr wurdet geswattet und habt eine Anzeige bei der Polizei erstattet,

dann habt ihr sehr gute Chancen, mit dem Aktenzeichen eine solche Sperre einrichten lassen zu können.

Natürlich ist es ohne einen solchen Vorfall etwas schwieriger, der Meldebehörde glaubhaft zu vermitteln, dass ein Grund für eine Sperre vorliegt und ob diese dann bewilligt wird.

Solltet Ihr Probleme haben, diese Sperre einrichten zu lassen, könnt Ihr Euch gerne bei uns melden. Wir werden versuchen, so gut es geht, zu unterstützen.

Sollten Eure Daten abgerufen worden sein, habt Ihr auf Anfrage ein Recht darauf zu erfahren, wer diese Daten abgerufen hat. Da für den Abruf Name und Vorname (und eventuell andere Daten wie oben aufgelistet) angegeben werden müssen, kann man diesen Daten einem vorhandenen Aktenzeichen bei der Polizei hinzufügen. Natürlich hat diese mit solch wertvollen Informationen weitaus mehr Möglichkeiten, Ermittlungen voranzutreiben.
Je mehr Daten Ihr über Lieferando, die Meldebehörden und andere Stellen zusammentragen könnt, desto besser!

Wir möchten abschließend darauf hinweisen, dass wir nur Tipps und Hilfestellungen zur Einrichtung solcher Sperren geben können. Wir können nicht garantieren, dass jeder Antrag ohne Probleme oder generell bewilligt wird.

 Habt Ihr die oben beschriebenen Anweisungen erfolgreich durchgeführt, geht es weiter mit Schritt 2: Melderegisterauskunft & Übermittlungssperre.

Sicherheitsrisiko bei Merch-Shops

Sicherheitsrisiko bei Merch-Shops

Sicherheitsrisiko bei Merch-Shops

 

Ein großer Teil von Euch nutzt sie für die Community: Merch-Shops.
So schön ein solcher Shop auch ist, leider gibt es in diesem Fall eine Kehrseite:
Viele wissen nicht, dass z.B. Spreadshirt, ein großer Merch-Shop-Betreiber, in den AGB einen sehr wichtigen und entscheidenden Satz festgelegt hat:

Quelle: (f Webanalyse durch Shopbetreiber bei Spreadshirt)
https://www.spreadshirt.de/datenschutz-C3928

Diese Sätze bedeuten nicht mehr und nicht weniger, als dass Eure in der Registrierung angegebenen privaten Daten in das Impressum Eures Merch-Shops und sehr wahrscheinlich auch in die Datenschutzrichtlinie übernommen werden.

So gebt Ihr sowohl Euren Klarnamen mit kompletter Anschrift als auch Kontaktmöglichkeiten wie E-Mail-Adresse und Handynummer öffentlich preis, ohne es wohlmöglich zu wissen.

Denn sind wir an dieser Stelle ehrlich: Die Wenigsten werden sich die AGBs gründlich durchgelesen haben und diese immens wichtigen Sätze sehr wahrscheinlich überlesen oder überflogen haben, ohne zu realisieren, was mit dem Absenden des Registrierungsformulars mit Euren Daten passiert.

Egal, wie sicher Ihr auf Twitch, Instagram, Facebook, Twitter und anderen Social-Media-Plattformen sonst unterwegs seid, wie sehr Ihr darauf geachtet habt, keine Spuren zu hinterlassen.

 

An dieser Stelle haben z.B. Hate-Raider ein mehr als leichtes Spiel.

Sicherheitsrisiko bei Merch-Shops 2

Daher raten wir Euch dringend:

Hinterlegt bei Eröffnung eines Merch-Shops Euren Twitch-Namen und eine ladungsfähige Adresse, die für einen kleinen Betrag über einen Impressums-Dienstleister erworben werden kann.

Oder schaut Euch Euren Merch-Shop (solltet Ihr bereits über einen solchen verfügen) am besten heute noch an und prüft, ob im Impressum oder der Datenschutzvereinbarung Eure Kontaktdaten hinterlegt sind!
Sollte dies der Fall sein, solltet ihr so schnell wie möglich handeln und überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, einen Merch-Shop zu wählen, der den Schutz Eurer Daten ernst nimmt.

Für alle, die mit dem Gedanken spielen, einen Merch-Shop zu eröffnen: Bitte lest Euch die AGBs ganz genau durch, um solch ein Sicherheitsrisiko von Anfang an ausschließen zu können.

Bitte beachten: Wir möchten mit diesen Informationen keinesfalls von den Dienstleistungen von z.B. Spreadshirt generell abraten. Uns geht es einzig allein darum, auf ein bestehendes Sicherheitsrisiko aufmerksam zu machen.

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